Goethe B2 · Lesen · Teil 1
a) MelanieFür mich ist gesunde Ernährung keine Option, sondern Pflicht. Ich zähle meine Kalorien und Makros genau und bereite sonntags mein Essen für die ganze Woche vor, damit ich unter der Woche nicht in Versuchung komme. Zucker kommt mir schon lange nicht mehr auf den Teller – auch nicht in Form von Süßigkeiten oder Softdrinks. Da ich fünfmal die Woche trainiere, achte ich besonders auf genug Eiweiß und wenig verarbeitete Lebensmittel. Klar, das bedeutet Verzicht, aber ich merke den Unterschied: Ich habe mehr Energie und fühle mich in meinem Körper einfach wohler. Für mich hängen Ernährung und Sport untrennbar zusammen.
b) JonasKochen ist für mich pures Vergnügen, und genau deswegen kann ich mit strengen Ernährungsregeln nichts anfangen. Klar esse ich viel Gemüse und frische Zutaten, aber wenn ich Lust auf ein Stück Kuchen oder eine Portion Pommes habe, dann esse ich das auch – ohne schlechtes Gewissen. Für mich zählt vor allem, dass das Essen schmeckt und ich Freude beim Zubereiten habe. Ich probiere gerne neue Rezepte aus und verbringe am Wochenende oft Stunden in der Küche. Strikte Diäten oder Kalorienzählen wären für mich der sichere Weg, die Lust am Essen zu verlieren.
c) RosaIch koche bis heute am liebsten so, wie es meine Mutter mir beigebracht hat: mit Butter, mit Sahne, mit viel Liebe und ohne Rezeptbuch. Diese ganzen neuen Ernährungstrends, von Superfoods bis Proteinshakes, verstehe ich ehrlich gesagt nicht – früher hat man einfach normal gegessen und war trotzdem gesund. Ich glaube, die Menschen machen sich heute viel zu viele Gedanken über jede einzelne Kalorie. Bei uns zu Hause gab es immer einen richtigen warmen Mittagstisch, und so mache ich es mit meinen Enkeln auch. Wenn man mit frischen Zutaten kocht, braucht man meiner Meinung nach keine zusätzlichen Regeln.
d) DenizZwischen Job, Pendeln und Terminen bleibt mir unter der Woche einfach keine Zeit zum Kochen. Deswegen greife ich oft zu Fertiggerichten aus dem Supermarkt oder trinke unterwegs einen Proteinshake, wenn es mal wieder schnell gehen muss. Eigentlich weiß ich genau, dass das nicht ideal ist, und manchmal habe ich abends schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich beim dritten Fertigmenü in dieser Woche bin. Am Wochenende versuche ich es dann wieder gutzumachen und koche etwas Frisches. Mein Problem ist wirklich nicht das Wissen über gesunde Ernährung, sondern die Zeit dafür im stressigen Alltag zu finden.