telc B2 Reading Practice: Lesen Übungen with Answers (Parts 1–3)

Level:B2Duration:~3 h + 15 minFee:Varies by centreValidity:UnlimitedFormat:Written + Oral

Last updated: 16 October 2026 · Verified against official telc sources

This page gives you a shortened telc Deutsch B2 Leseverstehen set you can solve right here: three texts with six headlines, one popular-science article with three a/b/c questions and five situations with six info texts. Every item follows the official task format and comes with an answer and a short explanation.

telc B2 Reading at a glance

PartTaskItems in the examPointsSuggested time
Part 1 – global5 texts, 10 headlines (a–j)1–55 per item = 25about 15 min
Part 2 – detailOne longer text, 5 a/b/c questions6–105 per item = 25about 20 min
Part 3 – selective10 situations, 12 info texts (a–l), x possible11–202.5 per item = 25about 20 min

The times are telc's suggestions, not fixed limits: you decide how to split the 90 minutes between Reading and Sprachbausteine (items 21–40) and in which order you work.

How to use this practice set

  • The set is shortened: part 1 has 3 texts and 6 headlines, part 2 has 3 questions, part 3 has 5 situations and 6 info texts.
  • Item numbers follow the telc answer sheet (1–3, 6–8, 11–15), so you get used to the real numbering.
  • Set a timer for 30 minutes and write your answers on paper before you look at the key.
  • Each headline and each info text can be used only once.

All texts and items on this page are original practice material written by Zertifly. They follow the official task format but are not official telc exam tasks.

Part 1: headlines a–f

Read the six headlines first. Then read texts 1–3 and decide which headline fits each text best. Three headlines are left over.

  • a) Ohne Aufpreis durch die Nacht: neue Busse am Wochenende
  • b) Kürzere Woche, mehr Bewerbungen: Malerbetrieb findet wieder Nachwuchs
  • c) Zu wenig Nachfrage: Stadt stoppt den Verleih von Lastenrädern
  • d) Teilen statt kaufen: kostenlose Lastenräder fast immer unterwegs
  • e) Ärger mit der Kundschaft: Handwerksbetrieb schafft Vier-Tage-Woche wieder ab
  • f) Ab sofort jede Nacht: Nachtbusse fahren auch unter der Woche

Part 1: texts 1–3

Text 1: Seit dem Frühjahr können Bürgerinnen und Bürger in Lindenfeld kostenlos Lastenräder ausleihen. Die zwölf Räder stehen bei Bäckereien, Buchhandlungen und in einem Café; reserviert wird über eine App, und die Ausleihe dauert höchstens drei Tage. Die Stadt finanziert das Projekt zunächst für zwei Jahre. Nach den ersten sechs Monaten zieht die Verwaltung eine positive Bilanz: An vier von fünf Tagen waren die Räder ausgeliehen, vor allem Familien nutzten sie für den Wocheneinkauf. Einige Geschäfte berichten außerdem, dass Kundinnen und Kunden, die ein Rad abholen, oft auch gleich etwas kaufen.

Text 2: Als ein Malerbetrieb mit 18 Beschäftigten vor einem Jahr die Vier-Tage-Woche einführte, waren manche Kunden skeptisch. Seitdem arbeiten die Mitarbeitenden von Montag bis Donnerstag jeweils neun Stunden und verdienen genauso viel wie vorher. Der Inhaber wollte damit vor allem ein Problem lösen: Er fand kaum noch Auszubildende. Das hat sich geändert – auf zwei Ausbildungsplätze kamen in diesem Jahr 31 Bewerbungen. Auch die Zahl der Krankheitstage ist leicht gesunken. Dringende Aufträge am Freitag übernimmt ein kleines Team, dessen Besetzung jede Woche wechselt.

Text 3: Wer in Lindenfeld nach Mitternacht nach Hause wollte, musste bisher ein Taxi nehmen oder zu Fuß gehen. Seit September fahren am Wochenende zwei Nachtbuslinien durch die Innenstadt und die drei größten Wohngebiete. Die Busse verkehren freitags und samstags zwischen 0.30 und 4.30 Uhr im Stundentakt. Ein normales Ticket reicht, einen Zuschlag gibt es nicht. Im Frühjahr wollen die Verkehrsbetriebe auswerten, wie viele Fahrgäste das Angebot nutzen, und dann über eine dritte Linie entscheiden.

Part 2: article with questions 6–8

Read the article and choose the correct answer a, b or c for items 6–8. The questions follow the order of the text.

Artikel: Warum Langeweile gut für uns sein kann

Langeweile hat keinen guten Ruf. Wer heute warten muss, greift meist sofort zum Smartphone, um die leere Zeit zu füllen. Psychologinnen und Psychologen sehen das zunehmend kritisch. Nach ihrer Ansicht ist Langeweile kein Zeichen von Faulheit, sondern ein Signal: Das Gehirn meldet, dass die aktuelle Tätigkeit es nicht ausreichend fordert.

In einem bekannten Experiment aus Großbritannien mussten Versuchspersonen zunächst eine Viertelstunde lang Nummern aus einem Telefonbuch abschreiben. Danach sollten sie möglichst viele Verwendungsmöglichkeiten für zwei Plastikbecher finden. Wer vorher die eintönige Aufgabe erledigt hatte, kam auf mehr Ideen als eine Vergleichsgruppe, die sofort mit den Bechern begonnen hatte. Die Forschenden erklären das so: In langweiligen Phasen beginnen die Gedanken zu wandern, und dabei verknüpft das Gehirn Informationen auf neue Weise.

Die Fachleute warnen allerdings davor, daraus eine einfache Regel abzuleiten. Wer sich über Monate bei der Arbeit unterfordert fühlt, wird nicht kreativer, sondern eher unzufrieden – und auf Dauer kann das sogar krank machen. Entscheidend ist offenbar, ob die Langeweile vorübergehend ist und ob man sie bewusst zulässt.

Für den Alltag empfehlen sie deshalb kleine Pausen ohne Bildschirm: zehn Minuten aus dem Fenster schauen, ohne Kopfhörer spazieren gehen oder an der Bushaltestelle einfach einmal nichts tun. Auch Kinder sollten nicht jede freie Stunde mit Programm füllen. Wer nie Langeweile erlebt, lernt nämlich auch nicht, sich selbst zu beschäftigen.

  • 6 Langeweile ist nach Ansicht der Fachleute … a) ein Hinweis darauf, dass eine Tätigkeit zu wenig fordert. b) vor allem ein Problem von Menschen ohne Arbeit. c) ein Zeichen dafür, dass jemand zu faul ist.
  • 7 In dem Experiment hatten die Personen mehr Ideen, die … a) sofort mit der Aufgabe zu den Bechern begonnen hatten. b) zuvor eine eintönige Schreibaufgabe erledigt hatten. c) während der Aufgabe ihr Smartphone benutzen durften.
  • 8 Die Fachleute meinen, dass Langeweile … a) bei der Arbeit grundsätzlich die Kreativität steigert. b) vor allem Kindern schadet und vermieden werden sollte. c) nur dann positiv wirkt, wenn sie nicht dauerhaft ist.

Part 3: situations 11–15

Read the situations first, then info texts a–f. Which text fits which situation? Use each text only once. If no text fits, write x.

  • 11 Eine Kollegin möchte am Wochenende lernen, wie sie kleine Reparaturen an ihrem Fahrrad selbst machen kann.
  • 12 Ein Bekannter sucht für seine zehnjährige Tochter ein Ferienangebot mit Übernachtung in der Natur.
  • 13 Ihr Nachbar möchte abends einen Kurs besuchen, in dem er lernt, Präsentationen auf Englisch zu halten.
  • 14 Eine Freundin möchte ihre alten Möbel nicht wegwerfen, sondern kostenlos abholen lassen.
  • 15 Sie möchten an einem Sonntag mit Ihrem Hund an einer geführten Wanderung teilnehmen.

Part 3: info texts a–f

a) Rad-Werkstatt zum Mitmachen: Jeden Samstag von 10 bis 14 Uhr zeigen Ehrenamtliche im Jugendzentrum Nord, wie man einen Schlauch flickt, die Bremsen einstellt und die Kette pflegt. Werkzeug ist vorhanden, über eine kleine Spende freuen wir uns.

b) Fahrradhaus Kessler: Inspektion zum Festpreis von 59 Euro. Bringen Sie Ihr Rad bis 9 Uhr, am Nachmittag ist es fertig. Geöffnet Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr.

c) Waldwochen für Kids: fünf Tage Zeltlager am Steinsee für Kinder von 9 bis 12 Jahren – mit Kanufahren, Lagerfeuer und Tierbeobachtung. Ausgebildete Betreuerinnen und Betreuer sind rund um die Uhr da. Anmeldung bis 30. Mai.

d) Präsentieren auf Englisch: In sechs Abendterminen (dienstags 18.30–20.30 Uhr) lernen Sie, Vorträge klar aufzubauen und Fragen aus dem Publikum sicher zu beantworten. Voraussetzung: Englischkenntnisse auf B1-Niveau.

e) Second Chance – das Sozialkaufhaus: Gut erhaltene Möbel holen wir kostenlos bei Ihnen ab und verkaufen sie günstig an Familien mit wenig Geld. Vereinbaren Sie einfach telefonisch einen Termin.

f) Naturfreunde Lindenfeld: geführte Sonntagswanderung durchs Moor, 12 km, Treffpunkt 9 Uhr am Bahnhof. Bitte beachten Sie: Hunde sind im Naturschutzgebiet leider nicht erlaubt.

Answer key with explanations

ItemAnswerWhy
1dText 1 says the bikes were out on four of five days; c claims the scheme was stopped.
2bAfter the four-day week, 31 applications came in for two apprenticeships; e says the firm scrapped it, but in the text customers were only sceptical at first.
3aNight buses run on Fridays and Saturdays only, with no surcharge; f says “every night”.
6aParagraph 1: boredom signals that a task does not challenge the brain enough; c is the view the experts reject.
7bThose who first copied phone numbers had more ideas than the group that started with the cups straight away (a).
8cParagraph 3: what matters is whether boredom is temporary; months of under-challenge make people unhappy, so a is wrong; b contradicts paragraph 4.
11aOn Saturdays volunteers show you how to repair your bike yourself; b repairs it for you and only on weekdays.
12cA five-day tent camp for children aged 9–12 with round-the-clock supervision.
13dSix evening sessions on giving presentations in English.
14eThe social department store collects furniture free of charge.
15xThe only guided Sunday hike (f) does not allow dogs, so there is no solution: x.

Scoring as in the exam: 5 points per item in parts 1 and 2, 2.5 in part 3 – so this short set is worth 42.5 points. Note not only your score but also the reason for each mistake.

Tactics that work in all three parts

  • Part 1: read the headlines first and mark key words; wrong headlines often repeat a word from the text but say the opposite.
  • Part 2: one wrong detail makes an option wrong – compare every part of the option with the text.
  • Part 2: decide by the text, not by your own knowledge of the topic.
  • Part 3: note what the situation needs (who, when, what) and check exactly that detail in the text; a similar topic is not enough.
  • Never leave an answer empty: wrong answers do not cost points.

Official sources

The exam rules and figures in this guide were checked against the official sources below.

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