Goethe B2 · Lesen · Teil 2
Lees un artículo en una revista sobre la historia del café. ¿Qué frases de la a a la h encajan en los huecos 1 a 6? Dos frases no encajan.
Kaum ein Getränk ist weltweit so beliebt wie Kaffee: Täglich werden über zwei Milliarden Tassen getrunken. Die Geschichte dieses Getränks beginnt jedoch nicht in einem Café, sondern auf einer äthiopischen Weide, weit entfernt von jeder Espressomaschine. 0Der Überlieferung nach war es ein Ziegenhirte namens Kaldi, der die anregende Wirkung der Kaffeekirsche als Erster bemerkte. Nach dieser Legende bemerkte er, dass seine Tiere nach dem Verzehr bestimmter roter Beeren ungewöhnlich lebendig wurden und nachts nicht schlafen wollten. Kaldi kostete selbst von den Beeren und fühlte sich danach hellwach. Im 15. Jahrhundert wurde die Pflanze schließlich systematisch im Jemen angebaut, wo sie schnell zum festen Bestandteil des religiösen und gesellschaftlichen Lebens wurde. Über den Hafen von Mokka gelangte der Kaffee um 1600 nach Europa, zunächst nach Venedig. Dort war der dunkle, bittere Aufguss anfangs heftig umstritten. Erst als Papst Clemens VIII. der Legende nach Kaffee kostete und für gut befand, verstummten die Einwände aus der Kirche, und das Getränk eroberte den Kontinent. In den folgenden Jahrzehnten entstanden in ganz Europa Kaffeehäuser, die weit mehr waren als bloße Ausschankorte. Zeitungen wurden dort gelesen, Aktiengeschäfte abgeschlossen und politische Ideen diskutiert – manche Historiker bezeichnen sie deshalb als Wiege der modernen Öffentlichkeit. Im 20. Jahrhundert veränderte sich der Kaffeekonsum erneut grundlegend. Ein Löffel davon in heißes Wasser gerührt – schon war ganz ohne Filter in wenigen Sekunden eine Tasse fertig, auch wenn Kenner bis heute die Nase darüber rümpfen. Heute erlebt Kaffee eine neue Blütezeit: Spezialitätenröstereien legen Wert auf Herkunft, Röstgrad und faire Bezahlung der Erzeuger. Doch solche Gütezeichen allein genügen vielen Kundinnen und Kunden nicht mehr: Sie wollen auch wissen, wer hinter ihrem Kaffee steckt. Damit schließt sich gewissermaßen ein Kreis: Der Blick wandert zurück zu dem Ort, an dem alles begann – so wie vor über tausend Jahren bei ein paar munteren Ziegen auf einer äthiopischen Weide. Ganz ohne Schattenseiten ist der Boom allerdings nicht: Die Lieferketten der Branche bleiben für Verbraucher oft schwer zu durchschauen. Ob sich mehr Transparenz durchsetzt, hängt letztlich davon ab, welchen Wert die Kundschaft neben Aroma und Preis auch sozialen und ökologischen Bedingungen beimisst.
Huecos
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