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Wohnungssuche
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In deutschen Großstädten gleicht die Wohnungssuche oft einem Wettkampf. Sobald eine Anzeige im Internet erscheint, bewerben sich oft innerhalb von Minuten hunderte Interessenten. Wer hier nicht extrem schnell reagiert, wird vom Vermieter meistens gar nicht erst bemerkt. Doch Schnelligkeit allein ist keine Garantie für den Erfolg. Ein entscheidender Faktor sind die Unterlagen. Vermieter verlangen fast immer eine „Schufa-Auskunft" und Gehaltsnachweise. Ein hohes Einkommen ist natürlich ein Vorteil, aber es ist nicht immer das Wichtigste. Viele Vermieter legen großen Wert auf Sympathie und einen persönlichen Eindruck. Sie wollen sicher sein, dass der neue Mieter ruhig ist und gut in die Hausgemeinschaft passt. Hier kommt oft das sogenannte „Vitamin B" ins Spiel. Dieser Ausdruck bedeutet in der Arbeits- und Wohnwelt, dass man persönliche Beziehungen nutzt. Wer jemanden kennt, der jemanden kennt, erfährt oft von freien Wohnungen, bevor diese überhaupt im Internet stehen. Solche Bewerber werden oft bevorzugt, weil der Vermieter dem Empfehlungsgeber vertraut. Wer keine Kontakte hat, muss sich entscheiden: Altbau oder Neubau? Altbauwohnungen mit ihren hohen Decken sind extrem beliebt. Doch Vorsicht: Die Mieten sind oft hoch, und noch schlimmer sind die „Nebenkosten". Da diese Häuser oft schlecht isoliert sind, müssen Mieter im Winter viel mehr für die Heizung bezahlen als in modernen Wohnungen. Als Alternative bleibt oft nur der Umzug an den Stadtrand. Dort bekommt man für das gleiche Geld meistens mehr Quadratmeter und oft sogar einen Balkon. Der Preis dafür ist die Lebenszeit: Wer am Stadtrand wohnt, verbringt oft zwei Stunden pro Tag in der Bahn oder im Stau, um zur Arbeit zu kommen.